Ein Standort mit weltweiter Anziehungskraft -„Neue Mitte Garching Galileo“ Baustellenführung der Baukoordinatoren in Garching bei München

Galileo-Foto-Poettinger

Am Freitag, den 07.04.2017 lud der Bundesverband Deutscher Baukoordinatoren (BDK) Mitglieder und weitere Interessierte zu einer Baustellenführung ein. Die Wahl war auf die große Baustelle „Neue Mitte Garching Galileo“ gefallen, die sich im Zentrum des Campus Forschungszentrum Garching befindet. Hier entsteht ein Multifunktionskomplex mit einem Audimax mit bis zu 1340 Plätzen, einem Kongress- und Businesszentrum, einem Hotel, Gäste-Apartmenthaus, vielen Geschäften, mehreren Restaurants sowie Fitness- und Meditationseinrichtungen.

Dipl.-Ing. (FH) Stefan Deschermeier, Präsident BDK, begrüßte die 12 Teilnehmer und bedankte sich zu Beginn bei Waldemar Eberhardt, B.Eng, der als Bauleiter des Bauunternehmens Pöttinger aus Ottobrunn/München auch gleich die Sicherheitseinweisung übernahm und die technischen Besonderheiten der Baustelle anhand der Pläne vorstellte.
Die Baustelle ist ein PPP-Projekt. Die Fa. Pöttinger ist für den Rohbau beauftragt, der im März 2016 begonnen wurde und schon bis Juni 2017 fertiggestellt sein wird. Im Rohbau werden 9,5-tausend Tonnen Stahl und 46000 Tonnen Beton verbaut.
Es sind bis zu 200 Arbeiter verschiedener Nationalitäten auf der Baustelle beschäftigt – normale Arbeitszeit von 7.00 bis 18.00 Uhr – im Sommer auch länger. Bisher waren etwa 100 Nachträge umzusetzen.
Im 14-tätigigen Begehungsrhythmus sieht sich der zuständige Koordinator nach Baustellenverordnung Dipl.-Ing. (FH) Robert Fesl gemeinsam mit dem Bauleiter die Baustelle an. Die Zeitspanne ist ausreichend, da die Tätigkeiten der Arbeiter inzwischen eingespielt sind, was sich positiv auswirkt und Gefahren vermindert. Der Koordinator nach Baustellenverordnung hat auf dieser Baustelle keine Weisungsbefugnis sondern wird koordinierend tätig.

Am Besuchstag wurden u.a. auf der Baustelle die Bewehrungsarbeiten auf dem Dach beobachtet. Sieben Kräne liefern das Baumaterial an Ort und Stelle. Es wurde zudem erläutert, dass im obersten Bauabschnitt teilweise kein Seitenschutz angebracht wird. Hier werden die Arbeiter jedoch bei den Schalungsarbeiten mit persönlicher Schutzausrüstung an Betonklötzen vor Absturz gesichert.
Eine weitere kritische Baustellenphase, die Montage der Fassadenplatten, konnte ebenfalls besichtigt werden. Die Platten werden nur mittels Kran eingehängt. Die Teilnehmer konnten beobachten, wie die Arbeiter die Platten direkt an der Kante der Geschossdecken annehmen und befestigen müssen. Die Sicherung gegen Absturz erfolgte auch hier mittels persönlicher Schutzausrüstung, die an einem gespannten Seil verankert ist.

In gemütlicher Runde konnten die Teilnehmer ihre Eindrücke aus der Führung diskutieren und erhielten nochmals Gelegenheit den Bauverantwortlichen Fragen zu stellen.
Wir danken unseren BDK-Mitgliedern Robert Fesl und Wolfgang Funke, die diese Baustellenbesichtigung ermöglicht haben, und vor allem der Fa. Pöttinger mit ihren Mitarbeitern, die uns so freundlich und engagiert empfangen haben.
Weitere Informationen zum Projekt und zur Baustelle unter www.galileo-tum.de

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